Uncategorized

Strangolapreti

Als ich vor ein paar Tagen auf Instagram über ein Bild dieser kleinen Spinatklöße mit dem lustigen Namen gestolpert bin, war mir sofort klar, dass sie direkt in den nächsten Tagen einmal auf meiner privaten Speisekarte landen würden. Nicht nur, dass ich sehr gerne Knödel esse und immer auf der Suche bin nach neuen Rezepten mit Mangold, von dem wir dieses Jahr in unserem Garten enorme Mengen haben, da ist dann natürlich auch noch der eigenartige Name, denn Strangolapreti bedeutet übersetzt ungefähr so viel wie Priesterwürger. Wie soll man da noch lange widerstehen?

Wie genau es nun zum etwas eigenartigen Namen des aus Südtirol stammenden Gerichts gekommen ist, kann man anscheinend nicht mehr so genau nachvollziehen. Der Name Strangolapreti wurde den meisten Quellen zufolge aber wohl schon im 16. Jahrhundert geprägt. Zur Zeit des Konzils von Trient um 1550 herum waren die kleinen Klöße angeblich die Leibspeise der dort anwesenden Prälaten gewesen. Wie genau es dann zum Namen Priesterwürger gekommen ist, darüber gibt es viele Erklärungen.

Ob die versammelten Pfaffen nun ohne Maß so viele der leckeren Klößchen in sich hinein geschlungen haben, bis sie fast erstickten, die einfachen Leute ihnen gewünscht haben, dass sie beim Schlemmen ersticken sollen, während das einfache Volk hungerte oder sie so oft und so viele Klöße gegessen haben, bis ihr Priesterkragen zu eng wurde und sie würgte … keiner weiß es heute mehr so genau. Ich finde jeden der Erklärungsversuche auf seine eigene Art spannend und gleich wahrscheinlich. Sucht Euch am besten einfach Eure Lieblingserklärung aus. 😉

Strangolapreti

Print Recipe
Serves: 2

Ingredients

  • 200g gewürfeltes Weißbrot vom Vortag
  • 250g Mangold (oder Blattspinat)
  • 50g geriebenen Parmesan
  • 150ml Milch
  • 2 Eier
  • Salz, Pfeffer
  • 2 EL Butter
  • einige Salbeiblätter, etwas Thymian und Rosmarin
  • Ein Schuss Olivenöl

Instructions

1

Den Mangold waschen und putzen, größere Stiele herausschneiden und in einem Topf mit kochendem leicht gesalzenen Wasser für 1-2 Minuten blanchieren. Nach dem Herausnehmen dann in Streifen schneiden.

2

Die Weißbrotwürfel in der lauwarmen Milch einweichen und mit dem Parmesan, den Eiern, etwas Salz und Pfeffer und den Mangoldstreifen zu einer homogenen Masse verkneten.

3

Dann die Masse im Kühlschrank für mindestens eine Stunde kühl stellen, sie wird dann noch deutlich fester. Sollte der Kloßteig nicht fest genug sein mit etwas mehr Brot oder Paniermehl nachhelfen, ist er zu fest, noch etwas mehr Milch hinzugeben.

4

Den Teig zu kleinen Knödeln formen und in siedendem Wasser ca. 10-15 Minuten ziehen lassen. Wie lang genau hängt von der Größe der Klößchen und der Größe der darin enthaltenen Brotstücke ab.

5

Zum Schluss etwas Butter und einen Schuss Olivenöl zusammen mit ein paar Salbeiblättern, etwas Thymian und Rosmarin in einer Pfanne erhitzen, die gekochten Strangolapetri darin schwenken und dann sofort mit etwas mehr Parmesan bestreut servieren.

Notes

Die Mangoldstiele müssen nicht entsorgt werden, man kann sie z.B. braten, ähnlich wie Spargel. Nicht umsonst nennt man Mangod auch den "Spargel des armen Mannes". Für unsere Knödel sind die Mangoldstiele einfach zu hart.

No Comments

Leave a Reply