Wurst

Grobe Bratwurst im Glas

Bin ich eigentlich der Einzige, der aus Bl├Âdsinn einfach Mal einen Euro auf Ebay auf Sachen bietet ohne wirklich die Absicht zu haben, sie eigentlich haben zu wollen, und sich dann am Ende wundert, wenn man sie dann doch gewinnt? ­čÖé

Selber Wursten stand ja schon lange auf der Liste der Dinge, die ich einmal probieren wollte. Und dann war es recht pl├Âtzlich auf einmal soweit: ├ťber Nacht auf einmal Besitzer eines Fleischwolf-Aufsatzes f├╝r meine K├╝chenmaschine geworden, musste der dann nat├╝rlich direkt ausprobiert werden.

Um sich in die Materie erst einmal langsam einzuarbeiten, ist Bratwurst im Glas ideal: Au├čer einem Fleischwolf braucht man erst einmal keine weiteren Maschinen, die Anzahl der Zutaten ist sehr ├╝berschaubar und man braucht auch nichts au├čergew├Âhnliches, was man nicht entweder schon hat oder in jedem Supermarkt kaufen kann. Bis auf das Nitritp├Âkelsalz vielleicht, denn das gibt es nicht so einfach im Supermarkt. Wer kann besorgt es sich im ├Ârtlichen C&C oder Metzgereibedarf, fragt den Metzger seines Vertrauens, ob er ein paar Gramm ├╝brig hat oder man kauft es ganz einfach online. Oder man nimmt stattdessen einfach normales Salz, dann wird die Wurst zwar etwas grauer, denn Nitritp├Âkelsalz ist eigentlich nur daf├╝r da, damit die Wurst sch├Ân r├Âtlich bleibt, aber der Geschmack und alles andere ist mit normalem Salz absolut gleich.

Ansonsten ist dieses Rezept so einfach, an der ersten leckeren selbstgemachten Wurst kann man quasi gar nicht scheitern. Wer geplant an die Sache ran geht, kann im Vorfeld schon einmal leere W├╝rstchen- oder Marmeladengl├Ąser sammeln, die man dann noch einmal f├╝llt oder man kauft sich die Gl├Ąser neu, auch die gibt es in jedem gr├Â├čeren Supermarkt, der eine Glas- oder K├╝chenabteilung hat. Ich selber nehme gerne 230ml Sturzgl├Ąser daf├╝r, weil das f├╝r mich genau die richtige Gr├Â├če ist und man die Wurst auch gut herausbekommt.

Grobe Bratwurst im Glas

Print Recipe

Ingredients

  • 500g Schweinenacken (oder Schulter), ohne Knochen
  • 500g Schweinebauch, unger├Ąuchert
  • 18g Nitritp├Âkelsalz (wer keines hat, nimmt einfach normales)
  • 3g Majoran
  • 2g Knoblauch, granuliert
  • 3g Pfeffer

Instructions

1

Den Schweinenacken in grobe W├╝rfel schneiden. Die Schwarte und wenn vorhanden auch die Knochen vom Schweinebauch entfernen und auch diesen grob W├╝rfeln. Am besten durchdrehen l├Ąsst sich das Fleisch, wenn es sehr kalt oder sogar leicht angefroren ist, also das Fleisch so lange wie m├Âglich im K├╝hlschrank lassen.

2

Das Fleisch zusammen mit den Gew├╝rzen in einer Sch├╝ssel vermengen und dann durch den Fleischwolf drehen.

3

Das durchgedrehte Fleisch jetzt in der K├╝chenmaschine mit dem Knethaken oder mit den H├Ąnden einige Minuten kneten, bis eine homogene Masse entstanden ist und sich die Gew├╝rze auch wirklich gleichm├Ą├čig verteilt haben.

4

Nun alles in saubere Gl├Ąser abf├╝llen. Die Gl├Ąser dabei bis ca. 1,5cm unter dem Rand f├╝llen, damit man etwas Reserve hat falls sich das Br├Ąt beim Kochen ausdehnt und darauf achten, dass der Rand der Gl├Ąser sauber ist, ansonsten kann das die Dichtigkeit beeintr├Ąchtigen. Zum Schluss mit einem Deckel verschlie├čen. Legt man den Deckel vorher noch kurz in hei├čes Wasser, quillt die Dichtung (der kleine etwas erhabene Ring auf der Deckelunterseite) noch etwas auf und alles schlie├čt noch dichter.

5

In einem gro├čen Topf mit Wasser bedeckt f├╝r 2 Stunden kochen. Wer hat nimmt Omas Einkochautomat und dreht den auf die h├Âchste Stufe, ansonsten einfach in einen gro├čen Suppentopf oder Br├Ąter auf dem Herd kochen. Ausk├╝hlen lassen, kleines Schildchen drauf und beschriften und dann k├╝hl lagern. Fertig!

Notes

Haltbar sind die so eingekochten Gl├Ąser k├╝hl und dunkel gelagert normalerweise mehrere Monate. Genauer l├Ąsst es sich nicht sagen, das h├Ąngt von zu vielen Faktoren ab, wie man die Gl├Ąser lagert, wie frisch das Fleisch ist, wie hygienisch man arbeitet usw. Wie immer bei selbst eingekochten Sachen, bei allem was Fleisch bzw. viel Eiwei├č enth├Ąlt aber ganz besonders, immer mit gesundem Menschenverstand an die Sache rangehen: Sichten, riechen, schmecken! Ist der Deckel nach au├čen gew├Âlbt und "ploppt" es beim Aufmachen nicht, riecht es schlecht oder ist verschimmelt, sofort wegschmei├čen.

Das k├Ânnte dir ebenfalls gefallen

No Comments

Leave a Reply